Das Königreich Marokko

Marokko, das sich in der nördlichen Ecke Afrikas zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer befindet, ist nur 14 km vom europäischen Kontinent entfernt.

Die Meerenge von Gibraltar trennt Marokko von Spanien, ein Land, mit dem es enge und jahrhundertealte Beziehungen verbindet.
Rabat, die Hauptstadt des Königreiches, befindet sich an der Atlantikküste an der Mündung des Flusses Bou Regreg, der Rabat von der Nachbarstadt Salé trennt.

Das Rif, der Hohe Atlas, der Mittlere Atlas und der Antiatlas sind die vier Gebirgsketten, die die Landschaft Marokkos prägen. Der höchste Berg Toubkal ist 4162 Meter hoch.

In Marokko herrscht ein mediterranes Klima mit Temperaturen zwischen 10 und 15°C im Winter und zwischen 25 und 45°C im Sommer, je nachdem, ob es sich um Regionen an der Küste oder im Landesinneren handelt.

So ist es nicht ungewöhnlich, niedrige Temperaturen und hohe Niederschläge in den Bergen anzutreffen.

Das Königreich besitzt 4 Nationalparks, den Nationalpark Souss-Massa, in dem der Waldrapp heimisch ist, eine der bedrohtesten Vogelarten der Welt mit einer der letzten Populationen im Park, sowie die Parks Iriki, Talassantane und Tazekka.

Marokkos Strände, ganzjährig verwöhnt von Sonne und Wärme, erstrecken sich über 3500 km zwischen Atlantik und Mittelmeer. Sie bieten viele Möglichkeiten den Urlaub entspannt oder aktiv in vollen Zügen zu genießen.

Doch Marokko, das nur 3 Flugstunden von den wichtigen europäischen Hauptstädten entfernt ist, hat mehr zu bieten als nur seine Strände. Lassen Sie sich in ein Land mit tausend Facetten entführen, erleben Sie die Legenden mythischer Orte wie Marrakesch, Fes und Tanger oder entdecken Sie neue Städte wie Saïdia.

Das Königreich Marokko verbindet Lebensfreude und die Kunst des Reisens mit erstklassigem Service, legendärer Gastfreundlichkeit, einem angenehmen Klima und traumhaften Panoramen.

Marokko richtet einen der wegweisenden Golfwettbewerbe auf Weltniveau aus. Entdecken Sie Golfparcours, die sich durch ihre Bekanntheit, Präzision und Technik auszeichnen und unter der Federführung berühmter Architekten entworfen wurden.

Tanger

Tanja, Tingi oder auch Tingis liegt im Norden Marokkos, 14 km von der spanischen Grenze entfernt in der Nähe des Gebirgsmassivs Rif.

Nach drei Versuchen nahmen die Portugiesen die Stadt im Jahr 1471 ein und überließen sie England im Jahr 1661 als Mitgift von Katharina von Braganza an ihren Mann Charles II von England und verzichteten 1679 darauf, sie gegen Sultan Moulay Ismails Angriffe zu verteidigen.

Die USA eröffneten in Tanger 1821 ihre älteste ständige Vertretung weltweit. Die europäischen Rivalitäten, bei denen es darum ging, wer die Stadt als Tor zu Marokko kontrolliert, begannen am Ende des 19. Jahrhunderts. Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland verstärkten ihre diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Missionen, um sich in Stellung zu bringen und brachten die Stadt so ins Zentrum internationaler Rivalitäten.

Heute ist Tanger ein Urlaubsziel und eine inspirierende Stadt für Künstler und Künstlerinnen aus aller Welt. Die Stadt verfügt über ein angenehmes mildes Klima, sodass man das ganze Jahr über ihre symbolträchtigen Stätten, die Medina, den Großen Souk, die Moschee Sidi Bou Abid und die Bucht von Tanger besuchen kann.

Fes

Oder Fas ist eine Stadt im Norden Marokkos zwischen dem Gebirgsmassiv Rif und dem Mittleren Atlas. Die Stadt ist die älteste der vier Königsstädte Marokkos.

Fes war während mehrerer Epochen die Hauptstadt des Landes und gilt noch heute als seine spirituelle Hauptstadt.

Die Gründung der Stadt geht auf das Ende des 8. Jahrhunderts zurück, als Moulay Idriss I. herrschte. Ihre Vergangenheit und ihr Ruf hat sie zu einem der großen Zentren der islamischen Zivilisation gemacht, Seite an Seite mit Bagdad, Damaskus, Córdoba, Kairo, Kairouan, Granada, Palermo, Isfahan und Samarkand, mit denen Fes einen regen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Austausch pflegte.

Fes hat verschiedene Titel erhalten wie „das Athen Afrikas“, „die Königin des Maghreb“ oder „das Bagdad des Maghreb“. Die Stadt erstreckt sich über drei Bereiche: die Altstadt (Medina), die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, den königlichen Bereich und die neuen Viertel, die von den Franzosen erbaut wurden und sich auf die umliegende Ebene ausdehnen.

Es ist kaum vorstellbar, Fes zu besuchen, ohne die Moscheen Karaouin und von des Andalous besichtigt zu haben oder die Medresse Bou Inania und die mittelalterliche Medina mit ihrem traditionellen Kunsthandwerk.

Rabat

Rabat ist Marokkos Hauptstadt. Sie wurde eine Königsstadt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die Stadt befindet sich an der Atlantikküste im Nordwesten Marokkos nahe der Steilküste, die viele prähistorische Spuren aufweist: Dar-es-Soltan I und II, El Harhoura I und II, sowie die Schmugglergrotte.

Nach 1610 nahm Rabat viele Flüchtlinge auf, die sog. Morisken, die aus dem alten Al-Andalus vor Spaniens König Philippe III flohen und sich in der Kasbah und innerhalb des almohadischen Stadtkerns niederließen.

In der Stadt und ihrer Umgebung gibt es zahlreiche einzigartige Monumente wie den majestätischen Hassan-Turm, das Mausoleum von Mohammed V., die Medina von Rabat, die Medina von Salé, das archäologische Museum, die Kasbah des Oudayas oder die Nekropole Chellah.

Casablanca

Die Stadt, die auch den Namen Ad-Dar al-Bayda trägt, liegt im mittleren Westen Marokkos. Sie ist die Wirtschaftsmetropole des Landes und die bevölkerungsreichste Stadt des Maghreb.

Sie wurde durch den Film Casablanca (1942) zur Legende, besitzt aber auch ein bedeutendes modernes Architekturerbe, da sie während des 20. Jahrhunderts unterschiedlichen architektonischen Einflüssen ausgesetzt war.

Die Stadt war «Labor der Moderne» einer neuen Generation von Architekten, die direkt von der Staatlichen Hochschule der Schönen Künste Paris hierherkamen.

Casablanca besitzt eine der größten Moscheen der Welt, die Hassan II.-Moschee, das Wahrzeichen der Stadt.

Die Region von Casablanca ist reich an altsteinzeitlichen Spuren, die in den Schichten der Küsten sichtbar werden. Die freigelegten archäologischen und anthropologischen Spuren ermöglichen es, die Altsteinzeit und die erste Besiedlung Marokkos in ihrem regionalen und afrikanischen Kontext besser zu verstehen.

Casablanca bietet eine große Zahl von Sehenswürdigkeiten wie die alte Medina, das Habous-Viertel, die große Hassan II.-Moschee und viele Jugendstilgebäude.

Marrakesch

Die Stadt liegt im Zentrum von Marokko am Fuße des Atlasgebirges und wird «die rote Stadt» genannt, da die Mehrzahl ihrer Gebäude rot gefärbt ist.

Ebenso wie Fes, Rabat und Meknes, handelt es sich bei Marrakesch um eine Königsstadt, die während fast 350 Jahren die Hauptstadt Marokkos war.

Die Stadt hat eine 600 ha große Medina, die bevölkerungsreichste Nordafrikas. Sie wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt.

Nicht zuletzt aufgrund ihrer 900 Jahre alten, lebhaften Medina, ihrer Hotelinfrastruktur von Weltklasse und ihrem sonnigen Klima, behauptet sich Marrakesch als unangefochtene Tourismushauptstadt Marokkos. Die Stadt ist durch den zweitgrößten Flughafen des Landes verkehrstechnisch ideal angebunden.

Marrakesch wurde 1071 gegründet und wuchs rasch, aufgrund der zahlreichen Moscheen und Medressen (Koranhochschulen), zu einem Handelszentrum auf den Routen zwischen dem westlichen Maghreb und Schwarzafrika.

Es entstanden Paläste, die von andalusischen Künstlern verziert wurden, die aus Córdoba und Sevilla den Omajjadenstil mitbrachten, der durch ziselierte Kuppeln und maurische Bögen charakterisiert ist. Dieser andalusische Einfluss verband sich mit Elementen der Sahara und Westafrikas. Daraus entstand eine eigene Architektur, die ganz an die besonderen Gegebenheiten Marrakeschs angepasst war.

Marrakesch besticht durch seine Schönheit und seine magischen Orte, wie die Souks, die Koutoubia-Moschee, der Platz Djemaa El Fna, die Menara, der Majorelle-Garten und die Medina.

Essaouira

Auch Mogador genannt, ist eine Hafenstadt am mittleren Küstenabschnitt des Königreiches.

Ab dem 16. Jahrhundert war der Ort von den Portugiesen besetzt, die 1506 eine Festung und einen Schutzwall errichteten. Der erbitterte Widerstand der lokalen Bevölkerung führte allerdings zur schnellen Aufgabe des Standorts.

Die Gründung von Essaouira ging auf Sultan Mohammed ben Abdallah zurück, der den Aufbau der Stadt 1760 in Auftrag gab. Außergewöhnlich war, dass der Sultan mehrere bekannte Architekten mit dem Aufbau betraute, unter ihnen Théodore Cornut, der den Plan der Stadt gemäß den Bedürfnissen ausländischer Händler entwarf.

Nach ihrer Gründung wuchs die Stadt stetig und erlebte goldene Zeiten. Die außergewöhnliche Entwicklung machte sie zum wichtigsten Handelszentrum und zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Hauptstadt der diplomatischen Beziehungen.

Essaouira ist gleichzeitig eine multikulturelle und künstlerische Stadt. Ihre Schönheit scheint zeitlos zu sein, ihre Atmosphäre ist entspannt und angenehm. Essaouira ist auch als Stadt der Winde bekannt und ist Anziehungspunkt für Surfer und Surferinnen aus der ganzen Welt.

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt umfassen unter anderem die Medina, die zum Welterbe ernannt wurde, sowie die Insel Mogador.

Agadir

Agadir ist eine Stadt im Südwesten Marokkos an der Atlantikküste und Hauptstadt der Region Souss.

1505 gründeten die Portugiesen, die bereits an der marokkanischen Küste ansässig waren, einen Handelsort und eine Festung am Fuße der vor dem Meer gelegenen Hügel mit dem Namen Santa Cruz do Cabo de Aguer (Heiliges Kreuz von Cap Ghir)

Agadir, das 1960 von einem Erdbeben verwüstet worden war, wurde komplett gemäß den erdbebensicheren Normen wiederaufgebaut. Heute ist es der größte Badeort Marokkos mit einem ganzjährig außergewöhnlich milden Klima.

Die größten Sehenswürdigkeiten Agadirs sind seine weiten Strände, die berühmte Kasbah von Agadir und die Medina Coco Polizzi.

Der westliche Hohe Atlas

Der Hohe Atlas ist ein Teil der drei Gebirgsformationen des marokkanischen Atlasgebirges. Die beiden anderen Gebirgsketten sind der Mittlere Atlas und der Antiatlas.

Der Hohe Atlas ist das höchste Bergmassiv Nordafrikas und wird das „Dach Marokkos“ oder das „Dach Nordafrikas“ genannt.

Er formt eine riesige Barriere von ca. 750 km Länge, die das Marokko der Sahara vom Marokko der Atlantikküste und des Mittelmeers trennt.

Seine Bevölkerung, hauptsächlich Berber, lebt als Hirten und als Landwirte. Der westliche Hohe Atlas ist das älteste Massiv, dessen höchster Gipfel der Djebel Toubkal mit 4 167 m ist. Der Berg ist auch von Marrakesch aus sichtbar. Der Nationalpark Toubkal wurde 1942 gegründet, um die Biodiversität und den natürlichen Reichtum des Djebel Toubkal zu bewahren.

Der Hohe Atlas ist von trockenen Sommermonaten geprägt, die von intensiven Gewittern unterbrochen werden. Der Schnee hält sich über 2500 bis 3500 Metern, sodass die Gipfel ewig weiß erscheinen. Er speist die Flüsse mit Wasser und bewahrt Kiefern, Steineichen und Thujen vor dem Vertrocknen.

Der östliche Hohe Atlas

Der östliche Hohe Atlas zeichnet sich durch ausgedehnte Hochplateaus aus, auch Moulouya genannt, die sich von Midelt mit dem Djebel Ayachi (3747 m) bis Imilchil erstrecken, wo sich der Djebel Saghro und das alte Tamlelt-Massiv befinden.

Der östliche Hohe Atlas gilt als Fundort der Altsteinzeit von weltweitem Ruf, nachdem die Knochen eines bisher unbekannten Dinosauriers namens Atlasaurus gefunden wurden. Dieser vierbeinige Pflanzenfresser von etwa 18 bis 20 Metern Länge, lebte vor 165 Millionen Jahren in Marokko.

Das Klima ähnelt dem der felsigen Gebirge im Süden der USA, dort herrscht ein überwiegend trockenes Klima mit markanten thermischen Amplituden. Das Gebiet umfasst Steppen, Steinwüsten und einige Flusstäler, die vereinzelte Landwirtschaft ermöglichen.

Ouarzazate

Auf 1150 Höhenmetern am Zusammenfluss der Oueds Dadès und Imini, die den Fluss Drâa bilden, liegt Ouarzazate das größte Zentrum des Tales.

Die Stadt ist einem heißen Wüstenklima mit Einflüssen des Festlandes ausgesetzt. Das Klima ist charakteristisch für den Rand der Sahara, wird allerdings wegen der Hochlage mit Bergluft durchsetzt.

Die Stadt Ouarzazate wurde vor Urzeiten gegründet, wovon mehrere Felszeichnungen und Grabhügel der prähistorischen Zeit zeugen, die in der Stadt und ihrer Umgebung entdeckt wurden. Dennoch bleibt ihre Entstehung weiterhin ein Geheimnis für die Archäologen.

Die majestätischen Kasbahs von Ouarzazate, große ockerfarbenen Festungen aus Stampflehm, erheben sich auf den Hügeln der Stadt, unter ihnen die Kasbahs von Taourirt und Tifoultout, zwei imposante Monumente, die als nationales Kulturerbe eingestuft wurden. Die legendäre Kasbah von Aït Ben Haddou liegt etwa 30 km von Ouarzazate entfernt und zählt ebenfalls zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Ouarzazate ist ebenso Schauplatz großer internationaler Filmdreharbeiten. Seine märchenhaften Kulissen wurden für internationale Filme wie „Kundun“ von Martin Scorsese, „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ von Lewis Teague, „Himmel über der Wüste“ von Bernardo Bertolucci, „Gladiator“ und „Königreich der Himmel“ von Ridley Scott sowie „Asterix und Obelix“ von Alain Chabat eingesetzt.

Ouarzazate besitzt mehrere Filmstudios und ein Filmmuseum, die Besucher und Besucherinnen mit ihren Kulissen überraschen.

Dakhla

Befindet sich in der marokkansichen Sahara an der Atlantikküste nahe dem Golf von Dakhla auf einer langgezogenen Halbinsel, Oued Ed Dahab genannt, die sich über ca. 40 km parallel zur Küste des Atlantiks erstreckt.

Dakhla ist eine der letzten Städte vor Mauritanien.

Dakhla lockt das ganze Jahr über Besucher und Besucherinnen an, besonders diejenigen, die sich dem Wassersport verschrieben haben. Die Stadt wird vom Meer und der Wüste gleichermaßen geprägt. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Dakhla ist vor allem für seine Weltklasse Sport- und Wassersportangebote bekannt. Sie sind der größte Trumpf der Stadt und seit 2014 offiziell klassifiziert.

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